Klärspern: Brauchtumspflege durch die Kinder des Dorfes
An den letzten beiden Tagen der Karwoche (nach dem letzten Abendmahl am Gründonnerstag), also am Karfreitag und Karsamstag, verstummen die Glocken unserer Kirche. Stattdessen gehen die Kinder des Dorfes mit selbstgebauten Holzratschen durch das Dorf und „klärspern“ morgens (bereits ab 5.50 Uhr), mittags und abends.
Dieser Brauch des Klärspern ist nur typisch für unsere Region, das kurkölnische Sauerland. Die alte Tradition wird seit Jahrhunderten bei uns gepflegt.
Das Klärspern war früher ausschließlich „Männersache“, das von den Jungen besorgt wurde. Inzwischen hat sich auch hier die Emanzipation vollzogen: Jungen und Mädchen pflegen den Klärsperbrauch gemeinsam.
Am Karsamstagmorgen werden dann zur Belohnung Geld, Süßigkeiten und Eier bei den Haushalten eingesammelt, die am Nachmittag unter den Kindern aufgeteilt werden.

